BARCELONA

3 prize, JIMS competition 2007.

Composition – Boris Hauf
Janus Ensmeble & Christoph Cech

BARCELONA hat 4 Teile – Raum 1, Raum 2, Raum 3 und T – und ist nach einem Besuch in Mies van der Rohes Pavillion in Barcelona geschrieben worden. Die RĂ€ume werden vom Dirigenten in Echtzeit gebaut. Dem Dirigenten stehen 5 Bauteile zur VerfĂŒgung:

der BODEN – STABILITÄT
Instrumente: Violine 1+2, Viola, Cello

die WAND – MATERIE, STÄRKE
Instrumente: C-Floete, Bb-Clarinette

die DECKE – OFFENHEIT
Instrumente: grosse Trommel (gespielt von Bassist), Kontrabass, F-Horn

die SYMMETRIE – ZEIT
Instrumente: Trompete Bb, kleine Tromm

der DIRIGENT/das KLAVIER – VERSTÄNDNISS.
Instrument: Dirigent / Klavier

Methode:
Die einzelnen Bauteile werden binĂ€r dirigiert, d.h. sie können nur ein- und ausgeschalten werden. Auf die interne Dynamik-, Temposchwankungen oder TaktartĂ€nderungen, etc… hat der Dirigent keinen Einfluss. Spielanweisungen fĂŒr diese Variationen und deren Akkumulation sind in den Einzelstimmen verzeichnet.
Die einzelnen Bauteile reprĂ€sentieren raĂŒmliche Eigenschaften/Funktionen – Boden, Wand, Decke, Symmentrie, Klavier. Diese sollen die formale Strukturierung beeinflussen. (Wie viele WĂ€nde will ich in den Raum stellen? Welche Bedeutung hat Symmetrie in diesem Raum? In welchem VerhĂ€ltniss stehen Boden und Decke? etc…)
Eine Sonderrolle nimmt der Dirigent/Pianist ein. Er vervollstĂ€ndigt das Gesamtbild des Raumes (VERSTÄNDNISS). Noten- und ein Methodenkatalog sind in der Klavierstimme verzeichnet.

Dauer:
Jeder Raum soll durchschnittlich 3 bis 4 Minuten dauern. Extreme Variationen in der Dau

Das Element ‘T’:
T ist rhythmisch phrasiert und soll als komplementĂ€r Element eingesetzt werden. Spielanweisung: TUTTI – weiches und leises staccato. (kleine Trommel snare OFF, große Trommel gedĂ€mpft – kein Nachklang). Tonhöhe offen, aber fixiert, sobald eine gewĂ€hlt wurde. Tutti -tonhöhenalterierungen wie angegeben.

Weiteres:
Die Wiederholung der einzelnen Teile ist möglich.
z.B.: Raum1 – Raum2 – Raum3 – T – Raum3 – T – T – T(fine)
Zwischen RĂ€umen ist eine kurze Generalpause einzuhalten. Ob T attacca oder nicht gespielt wird, ist dem Dirigenten ĂŒberlassen.

Dem ganzen Ensemble sollen die einzelnen raĂŒmliche Eigenschaften/Funktionen der Bauteile und deren Variations- und Akkumulationsmöglichkeiten bekannt sein.

Verschiedene Strukturen proben.

Vor der AuffĂŒhrung eine Struktur vereinbaren.